70 Medienscouts nehmen ihre Arbeit an Münchner Schulen auf
Fake News, Cybermobbing, Datenschutzprobleme und ständige Erreichbarkeit – die digitale Welt stellt Jugendliche vor große Herausforderungen.
In München haben am Dienstag, den 7.7.2025, 140 Medienscouts aus München und Augsburg den erfolgreichen Abschluss ihrer einjährigen Ausbildung gefeiert.
Wir danken Herrn Stadtschulrat Florian Kraus und der 2. Bürgermeisterin von Augsburg, Martina Wild, für ihre Unterstützung des Projekts und bei der Verleihung der Urkunden.
Die Schüler*innen werden ihre Schulen zukünftig bei Formaten der Medienbildung ebenso wie bei Digitalprojekten unterstützen. Wir danken der Stadt Augsburg für die Kooperation bei der Medienscout-Ausbildung. Dadurch können wir die Bandbreite der angebotenen Themen und Expertisen für alle erweitern.
Zu der Ausbildung, die der Fachbereich Medienpädagogik im campus42 des Pädagogischen Instituts – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement (PIZKB) ausgearbeitet hat, gehören Module wie „Social Media“, „Cyberkriminalität“ und „Extremismus auf TikTok“. Auch die LOVE-Storm-Ausbildung gegen Hate Speech ist Teil des Programms sowie eine Aufklärung zum erhöhten Risiko von Hate Speech für weiblich gelesene Personen. Zusätzlich zu den medienkritischen Inhalten beinhaltet die Ausbildung praxisorientierte Module, unter anderem im Bereich des Making, Coding und Gaming. Dafür steht den Medienscouts der neu eröffnete campus42 zur Verfügung, ein zentraler Ort für medienpädagogische Innovationen.
Bürgermeisterin Verena Dietl:
„Das Geld, das die Landeshauptstadt München für die Ausbildung der Münchner Medienscouts ausgibt, ist sehr gut investiertes Geld. Verbale Gewalt im Klassenchat oder in den sozialen Medien kann gute Bildungsarbeit vereiteln, weil sie die Atmosphäre im Klassenzimmer vergiftet oder den Schulbesuch von betroffenen Schüler*innen unerträglich macht. Daher ist Medienbildung für mich ein wichtiges Instrument gelebter Bildungsgerechtigkeit.“
Stadtschulrat Florian Kraus:
„Gerade im Bereich der digitalen Medien ist es wichtig, auf Augenhöhe zu agieren. Dafür eignen sich Schüler*innen besser als jede Lehrkraft. Ich bin daher ein großer Anhänger der Medienscout-Idee und nicht überrascht, dass die Nachfrage nach dem Münchner Modell hoch ist. Vielen Dank allen Beteiligten für ihr großes Engagement im Sinne einer harmonischen, positiven Schulkultur.“
Danke an das Medienscouts-Team unter der Leitung von Johanna Beier.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Projekt Medienscouts.