Ein Beitrag aus unserem mebim-Adventskalender 2024
Die KI erobert sukzessive immer weitere Bereiche der Medien-Produktion; nach Text und Bild gibt es inzwischen auch schon viele KI-Tools, die Musik generieren. Wir haben für euch den Marktführer Suno AI getestet, den wir euch heute vorstellen möchten.
(Neben Suno gibt es z.B. auch die Udio-KI, auch sie hat bereits gute Samples.)
In Suno können nach Anmeldung aktuell zehn Lieder pro Tag kostenlos produziert werden. Neben präzisen Eingaben zu Stil, Instrumentierung, Tempo etc. ist es auch möglich, eigene Texte hinzuzufügen. Zusätzlich werden von der KI auch gleich noch passende Abbildungen generiert.
Tipp: Die Prompts (hier im Text übersetzt) sollten allerdings auf Englisch kommuniziert werden, da Suno bei deutschen Prompts oft noch Fehlermeldungen erzeugt.
Historie: Bei einem Test der KI vor einem Jahr waren die Ergebnisse noch deutlich schlechter und stark von analoger Musik unterscheidbar:
> Instrumente und Gesang klangen nicht besonders natürlich,
> die einzelnen Liedteile passten nicht gut zueinander,
> die Ergebnisse klangen alle irgendwie ähnlich und entsprachen kaum den Vorgaben, sobald es sich nicht um englischsprachigen Mainstream-Pop handelte.
Vieles davon trifft nun aber bereits nicht mehr zu. Die Bandbreite ist enorm und deckt zunehmend auch musikalische Nischen ab!
Die folgenden Beispiele sind allesamt von uns selbst kreiert worden. Die Prompts waren eher kurz gehalten, in der Regel waren dafür drei bis fünf Versuche nötig. Wir stellen fest, dass die Qualität der Ergebnisse noch immer beträchtlich variiert:
Klassischer Tango aus den 40er Jahren – Die Stimmen und die Komposition klingen hier schon erstaunlich authentisch und passen gut zusammen.
Ein echtes Highlight – wie wir finden – ist dieser Barock Choral im Stil von J.S: Bach in deutscher Sprache – Lobpreisung Gottes.
Solch hervorragende Ergbnisse sind allerdings aktuell immer noch eher Ausnahmen, die sich auch nicht präzise steuern lassen. Bereits beim zweiten Testlauf mit denselben Prompts war das Ergebnis deutlich schlechter.
Häufig klingen die Kreationen noch wenig dynamisch und gehen eher in Richtung der sattsam bekannten Fahrstuhl- oder Entspannungsmusik.
Trotzdem kann man die Ergebnisse ein Stück weit steuern, wie ihr am folgenden Beispiel sehen könnt:
Bayerisches Volkslied im 4/4-Takt.
Prompt 1
Instrumentierung: Gesang, Hackbrett, Akkordeon und Gitarre
Langsames und sehr traditionelles bayerisches Volkslied im 4/4-Takt.
Prompt 2
Instrumentierung: Gesang, Hackbrett, Akkordeon und Gitarre – kein Schlagzeug.
Der Text handelt von der Schönheit der Seen und Berge.
Die erste Version klingt eher nach irischem Folk Pop.
Erst durch weiteres Präzisieren wird’s besser:
Nach dieser Anpassung ist das Ergebnis schon ein wenig besser, aber da unsere (bayerischen) Ohren in diesem Musikstil meist geschult sind und da vermutlich nicht so viele Übungsbeispiele für die KI vorlagen, gibt es zumindest bei diesem speziellen Beispiel noch Luft nach oben, wie wir finden….
In jedem Fall:
Es macht Spaß, mit Suno AI herumzuspielen.
P.S. Wir haben das Tool auch für andere Inhalte im Adventskalender genutzt.
Bis morgen, beim nächsten Türchen des mebim-Adventskalenders!
Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen schreibt uns gerne an kontakt@mebim.de.