Eltern in die Medienarbeit der Kita einbinden – #momuc_kita
Erfolgreiche Medienpädagogik hängt in der Kita weniger von der eingesetzten Technik als vielmehr von einer vertrauensvollen Beziehung zwischen Fachkräften, Kindern und Eltern ab. Eine gelungene Einbindung der Eltern bedeutet hier primär Transparenz: Eltern sollen inhaltlich verstehen, was in der Einrichtung passiert, welche medienpädagogischen Ziele verfolgt werden und warum Medien als Werkzeuge – nicht als bloße Beschäftigungstherapie – genutzt werden. Kritische Rückmeldungen werden dabei nicht als Bedrohung, sondern als Chance begriffen, um ins Gespräch zu kommen und die pädagogische Arbeit zu reflektieren.
Um Medienarbeit als festen Bestandteil der Kita-Qualität zu etablieren, empfiehlt Joe Hensel, Medien im Alltag selbstverständlich und präsent, aber bewusst einzusetzen. Dies kann beispielsweise durch die Visualisierung von Tagesabläufen auf Tablets, das gemeinsame Betrachten von Fotos oder den Austausch über Apps erfolgen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die Gesprächskultur: Indem Fachkräfte Fehler transparent machen, die Aufsichtsverpflichtung ernst nehmen und Eltern aktiv in den Dialog einbeziehen – auch bei kontroversen Themen wie privater Smartphone-Nutzung oder sozialen Medien –, kann Vertrauen geschaffen werden. Ziel ist es, Eltern als Partner zu gewinnen, um Kindern einen reflektierten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien vorzuleben.
Erfolgreiche Medienpädagogik erfordert eine gemeinsame Haltung im Team, klare Absprachen und eine transparente Kommunikation gegenüber den Eltern. Leitungskräfte sind hierbei gefordert, den notwendigen Rahmen zu schaffen, der Sicherheit bietet und Medienbildung als festen Bestandteil pädagogischer Qualität etabliert. Unterstützende Angebote wie das Medienset „Von App bis Web“ oder spezifische Medienpädagogische Teamfortbildungen sollen die Einrichtungen bei diesem Prozess nachhaltig begleiten.
Referent: Joe Hensel
Dauer: ca. 55 min
#momuc_kita vom: 18.03.2026